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Personalauswahl:

Nicht nur bei der Rekrutierung, sondern auch in der Bewerbungsphase sollten Sie den Kostenfaktor nicht aus den Augen lassen. Sollten wir in Ihrem Auftrag tätig sein, handeln wir natürlich nach diesen Grundsätzen. Im Falle dass Sie einzelne Komponenten des Berwerbungsverfahrens selbsts durchführen sollten Sie darauf achten:

Erstatten Sie nur Kosten, die Sie auch erstatten müssen! Die folgenden Kosten können Sie ruhig aus der Erstattung heraus nehmen:

1. Kosten für die Bewerbungsunterlagen

Das heißt, die Auslagen des Bewerbers für Briefporto, Schreibpapier, Hefter, Bewerbungsmappen, Kopierkosten und Fotokosten muss er selbst tragen. Ausnahme: Sie haben z.B. ein medizinisches Gutachten vom Bewerber verlangt.

2. Auslagen für Initiativbewerbungen

Wenn sich ein Kandidat, ohne dass Sie eine Anzeige geschaltet haben oder anders aktiv wurden, unaufgefordert bei Ihnen bewirbt, müssen Sie die Bewerbungsunterlagen nicht auf Kosten des Unternehmens zurückschicken.

Tipp: Aus Imagegründen empfiehlt sich jedoch in jedem Fall eine aussagekräftige und individuelle Absage mit Rücksendung der Unterlagen.

3. Kosten für eine unaufgeforderte persönliche Vorstellung

Wenn Sie z.B. eine Anzeige geschaltet haben, fordert diese Interessenten lediglich dazu auf, die Bewerbungsunterlagen zu schicken. Taucht ein Bewerber trotzdem ohne Aufforderung persönlich bei Ihnen auf, müssen Sie diese Auslagen nicht erstatten.

4. Flugkosten

Reist ein Bewerber zum Vorstellungsgespräch (ohne Absprache) mit dem Flugzeug an, müssen Sie die Flugkosten grundsätzlich nicht erstatten. Ausnahmen:

  • Die Entfernung ist so groß, dass sie mit angemessenen Zeitaufwand nur mit dem Flugzeug zurückgelegt werden kann. Trotzdem muss in diesem Fall im Vorfeld eine Absprache erfolgen
  • Sie wollen eine Führungsposition besetzen

5. Kosten für den Verdienstausfall

Auch diese müssen nicht erstattet werden, weil der Bewerber einen Anspruch auf bezahlte Freistellung zur Stellensuche gegen seinen bisherigen Arbeitgeber hat (§ 629 BGB)

 

Kostenübernahme

Zur Übernahme folgender Kosten sind Sie gesetzlich verpflichtet, wenn Sie den Bewerber aufgefordert haben, sich persönlich bei Ihnen vorzustellen. Und zwar auch dann, wenn es durch Ihr verschulden nicht zum Vorstellungsgespräch gekommen ist oder Sie Ihn nicht einstellen.

Fahrtkosten: Eine Fahrt mit der Bahn 2.Klasse müssen Sie bezahlen. Die Anreise mit dem PKW erstatten Sie mit dem steuerrechtlichen Kilometerpauschalen, wobei der Bewerber die kilometermäßig günstigste Fahrtstrecke wählen muss (siehe Routenplaner). Ausnahme: Der Bewerber ist aus anderen Gründen bereits vor Ort. Dann müssen Sie ihm nur die vor Ort verursachten Kosten erstatten.

Übernachtungskosten: Diese müssen Sie nur dann übernehmen, wenn eine Hin- und Rückreise am selben Tag nicht zugemutet werden kann. Verpflegungskosten müssen Sie nach steuerrechtlichen Pauschalsätzen für Dienstreisen nach Beleg abrechnen.

Tipp: Sie müssen die genannten Kosten nicht übernehmen, wenn Sie dem Bewerber mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ausdrücklich schriftlich darauf hingewiesen haben, dass Sie diese Kosten nicht erstatten werden. Dies muss man sich allerdings leisten können (Achtung: Image).

Beispielformulierung: Die Ihnen entstehenden Reisekosten und sonstige, mit dem Vorstellungsgespräch im Zusammenhang stehende, Aufwendungen können wir leider nicht tragen.

 

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